
Feuerwerksverbotszonen? Hier kein Thema!
Neun Tage nach dem Jahreswechsel diskutieren viele Städte und Gemeinden hier bei uns, wie die nächste Silvesternacht aussehen kann. Nach den Ausschreitungen in großen Städten wie Berlin oder Essen schauen auch die Städte hier bei uns genauer hin. Münster zum Beispiel hat entschieden, rund um den Dom, den Prinzipalmarkt und in Teilen der Altstadt eine Feuerwerksverbotszone einzurichten, weil gesehen wurde, wie dort Menschen Feuerwerkskörper gezielt Richtung Passanten geworfen haben. Hier bei uns im Kreis Borken scheinen Feuerwerksverbotszonen aber kein Thema zu sein.
Veröffentlicht: Montag, 09.01.2023 05:47
Keine Verbotsmaßnahmen geplant
Wir haben in Ahaus, Gronau, Bocholt und Borken nachgefragt und fast überall eine ähnliche Antwort erhalten. Borken sieht kein Problem, weil es in der Stadt keinen zentralen Platz gibt, an dem gefeiert wird. Die Menschen treffen sich eher in den Nachbarschaften, heißt es aus der Pressestelle. Auch Gronau sagt, dieses Jahr habe es zu Silvester überhaupt keine Schwierigkeiten gegeben, gefeiert worden sei überall in den Straßen, aber an keinem zentralen Platz. Ahaus meldet zurück, dass das Thema Feuerwerksverbotszone im Rathaus nicht einmal aufgekommen sei und Bocholt warnt davor, dass eine Diskussion um das allgemeine Böllerverbot möglicherweise von anderen wichtigen Punkten dieser sicherlich wichtigen Debatte ablenken könnte. Gemeint ist damit laut Bürgermeister die Gewalt und Respektlosigkeit gegenüber Rettungskräften vor allem in den Großstädten.