
Fehlalarme wegen Eichenprozessionsspinner
In der Stadt Ahaus wird er oft mit der harmlosen Raupe der Ginstermotte (s. Foto) verwechselt. Die Stadt Ahaus freut sich über die Aufmerksamkeit ihrer Bürger, bittet aber auch darum, vor einer Meldung genauer zu prüfen, ob es sich wirklich um den Eichenprozessionsspinner handelt.
Veröffentlicht: Montag, 08.06.2026 16:47
Personelle Kapazitäten durch Kontrollfahrten gebunden
Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in den vergangenen Jahren hat dafür gesorgt, dass er kaum noch in Ahaus und seinen Ortsteilen vorkommt.
Die Stadt bittet die Bevölkerung daher, verdächtige Gespinste vor einer Meldung genauer zu prüfen. Während der EPS schmerzhafte allergische Reaktionen auslösen kann, ist die Ginstermotte für Mensch und Tier harmlos. Eine vorherige Unterscheidung hilft, unnötige Kontrollfahrten zu vermeiden.
Für Laien gibt es klare und einfache Merkmale, die beiden Arten schnell voneinander zu unterscheiden:
• Die Baumart (Wichtigstes Kriterium): Der Eichenprozessionsspinner befällt ausschließlich Eichen. Gespinste an Sträuchern (wie Ginster oder Schlehen), Hecken oder anderen Laubbaumarten stammen von der Ginstermotte oder verwandten Gespinstmotten.
• Die Behaarung der Raupe: EPS-Raupen sind auffallend lang behaart. Diese feinen Haare enthalten das für Allergien verantwortliche Nesselgift. Die Raupen der Ginstermotte sind dagegen fast vollständig kahl, gelblich-grau gefärbt und haben dunkle Punkte an den Flanken.
• Die Form des Gespinstes: Der Eichenprozessionsspinner baut kompakte, dichte, nestartige Strukturen, die meist direkt am Stamm oder in dicken Astgabeln der Eiche haften. Die Ginstermotte erstellt weitläufige, schleierartige Netze. Diese können ganze Zweige, Büsche oder kleinere Bäume komplett wie ein feines, weißes Gewebe einhüllen.