
Die Hintergründe
Die 26 und und 28 Jahr alten Männer sollen seit Dezember insgesamt 20 Fahrtkartenautomaten mit roher Gewalt aufgebrochen haben. Laut Bundespolizei waren die beiden Verdächtigen im ganzen Münsterland aktiv, bis hin nach Niedersachsen. Tatorte waren unter anderem Borken, Maria Veen, Bahnhof Reken und Klein Reken. Achtmal scheiterten die Täter an den Automaten, in den anderen Fällen erbeuteten sie insgesamt etwa 30.000 Euro. Der entstandene Sachschaden liegt bei rund 150.000 Euro. Zu den Tatorten fuhr das Duo nicht mit der Bahn, sondern mit einem Auto mit gestohlenen Kennzeichen. Bei der Wohnungsdurchsuchung in Münster-Gievenbeck fanden die Ermittler neben umfangreichen Beweismitteln und Tatwerkzeugen auch selbst hergestellten Sprengstoff, der im Kühlschrank lag. Experten sprengten ihn auf einem Feld in der Nähe. Dafür wurden Wohnungen evakuiert und Straßen gesperrt. Die beiden Münsteraner sitzen in U-Haft. Ihnen droht bis zu 10 Jahre Gefängnis.