
Nach der Explosion in einem Wohnhaus in Münster am Mittwochmorgen sind die beiden Bewohnerinnen des Hauses mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden. Auch drei Polizisten erlitten leichte Verletzungen. Für das Haus stand heute eine Zwangsräumung an. Die Beamten sollten einer Gerichtsvollzieherin Vollzugshilfe bei einer Zwangsräumung leisten. Es gibt Hinweise darauf, dass die Bewohnerinnen des Hauses die Explosion absichtlich herbeigeführt haben, als die Zwangsräumung beginnen sollte. Möglicherweise wollten sie sich dadurch selbst das Leben nehmen, heißt es von der eingesetzten Mordkommission. Nach Angaben von Oberstaatsanwalt Martin Botznhardt wird gegen die 67 und 38 Jahre alten Frauen wegen versuchten Mordes und dem Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion mit versuchter Todesfolge ermittelt. Die Löscharbeiten der Feuerwehr dauern noch weiter an.