
Transport lief besser als erwartet
Die Polizei und die Transportverantwortlichen sind überrascht. Der Konvoi legte die vier Kilometer von Jülich nach Ahaus in nur vier Stunden zurück. Obwohl Route und Zeitpunkt des Transports im Wesentlichen bekannt waren, hatten viele mit Störungen und deutlich mehr Widerstand gerechnet. Daher wurde zunächst nur ein Castor von insgesamt 152 transportiert, obwohl pro Fahrt bis zu drei möglich wären. Die Proteste in Ahaus, Jülich und an der Rheinbrücke bei Duisburg blieben friedlich. Blockaden, wie sie bei früheren Transporten üblich waren, blieben aus. Das bedeutet jedoch nicht, dass bei den mindestens 50 weiteren Transporten kein stärkerer Widerstand zu erwarten ist.
Erste Reaktionen auf den Transport
Die Atomgegner lehnen die Transporte weiterhin ab. Sie warnen vor Angriffen oder Unfällen und fordern den Bau eines neuen Zwischenlagers in Jülich. Der BUND führt seinen juristischen Kampf gegen die Transporte fort. Gleichzeitig fordert die LINKE den Rücktritt der NRW-Ministerin Mona Neubaur und erhebt schwere Vorwürfe gegen die Grünen auf Landes- und Bundesebene. Auch Innenminister Herbert Reul spricht offen über seine Ablehnung der Castor-Transporte. Er kritisiert die zusätzliche Belastung der Polizei, die mit großem Aufwand für die Sicherheit der Castoren sorgt.