
Was ist passiert?
Bisher haben in Epe jedes Jahr alle Kinder (von Geburt bis zum Ende der Grundschulzeit) einen Nikolausgutschein zugeschickt bekommen. Die Briefe hat der Nikolausverein erstellt und zur Stadt Gronau gebracht. Die Stadt hat dann die Briefe mit Adressaufklebern versehen und verschickt. Die Portokosten hat der Verein getragen. So war sichergestellt, dass jedes Kind in Epe Post vom Nikolaus bekommen hat. Diese Post konnten die Kinder dann am 6.12. beim Nikolausumzug gegen eine Nikolaustüte eintauschen. Ab sofort will die Stadt die Briefe nicht mehr verschicken. Die Stadt sagt: Aus Datenschutzgründen.
Nikolausverein ist schockiert
Der Nikolausverein kann das nicht verstehen. Der Vorschlag des Bürgermeisters geht dahin, dass die Stadt bei der Verteilung der Briefe mit den Gutscheinen an Kitas und Grundschulen gerne behilflich sein will. Was die Kinder unter drei Jahren angeht (in der Regel noch nicht in den Kitas) könnte der Nikolaus(verein) einen Aufruf in den sozialen Medien, der Presse oder auch über RADIO WMW starten und so die Familien mit kleinen Kindern aus Epe erreichen. Dann haben Eltern die Möglichkeit, einen Gutschein über den Nikolausverein zu erhalten. Diesen Vorschlag hat Bürgermeister Doetkotte ganz konkret dem Verein gemacht. Beide Seiten müssen miteinander sprechen, um eine für alle Seiten akzeptable Lösung zu finden.
Bürgermeister sagt im RADIO WMW Interview ein Gespräch zu
Bürgermeister Rainer Doetkotte (CDU) versteht die Wut vom Nikolausverein. Er sagt, er kann nix machen. Es gab Beschwerden von Bürgern. Frage: wie kommt der Nikolausverein an unsere Adresse (Nikolausverein war Absender der Briefe, nicht die Stadt). Antwort: Weil die Stadt die Adressen der Kinder rausgesucht und auf die Briefe geklebt hat (der Nikolausverein ist mit den Adressdaten nie in Berührung gekommen). Laut Doetkotte ist selbst das raussuchen von Adressdaten für solche Aktionen (die Aktion ist nicht von "öffentlichem Interesse") aber nicht mehr Datenschutzkonform und daher kann aus seiner Sicht die Stadt Gronau die Briefe in der Form nicht mehr verschicken. Er will gemeinsam mit dem Verein nach einer anderen Lösung suchen.