
Die Nestern des Eichenprozessionsspinners sehen aus wie überdimensionale Spinnennetze. Nur sind da eben keine Spinnen drin sondern Raupen, die echt gefährlich werden können. In einem Nest ist nicht eine Raupe drin sondern tausende. Mit zigtausend sehr kleinen sogenannten Brennhärchen. Eins davon ist schon giftig für uns. Wenn wir die Härchen abbekommen, wirds schmerzhaft. Was genau dann passieren kann, hat uns Dr. Johannes Heidemann aus Borken erzählt: "Ähnlich, wie die Brenessel, reizen sie die Haut. Die Härchen haben Enden, die mit der Haut in Kontakt treten und dort Schwellungen, Jucken und Rötungen verursachen. Sie reizen auch die Schleimhäute (Augen und Nase)."
Wenn man so ein Nest sieht, sollte man jeden Kontakt vermeiden und sofort die Stadt darüber informieren. Die rücken dann mit Schutzanzügen aus und vernichten die Nester und haben dabei drei Möglichkeiten: entweder verbrennen, oder absaugen und schreddern oder verkleben, damit die gefährlichen Härchen nicht umher fliegen. Das kann dann manchmal auch etwas dauern. In Ahaus kommt die Stadt zum Beispiel kaum hinterher, weil es einfach so viele Nester mittlerweile gibt. Wenn man doch an den befallenen Bäumen vorbei muss, sollte man immer mit dem Wind im Rücken vorbeilaufen, um den Härchen zu entkommen, die über die Luft weiter transportiert werden.
Falls man doch mit ihnen in Kontakt kommt sollte man am besten so schnell wie möglich duschen und die Kleidung auf 60 Grad waschen. Und ganz wichtig: sofort zum Arzt damit!
Unter diesem Link findet ihr genauere Infos zum Eichenprozessionsspinner: https://www.rentokil.de/eichenprozessionsspinner/biologie-und-entwicklung-eichenprozessionsspinner/









