
Eichenprozessionsspinner macht weiter Ärger
Das schöne Wetter treibt uns nach draußen. Sobald die Sahara-Hitze nachlässt, sitzt das halbe Westmünsterland wieder auf dem Fahrrad. Manchmal geht so ein Ausflug aber auch unschön aus. Einige machen auch jetzt noch schmerzhafte Begegnungen mit dem Eichenprozessionsspinner.
Veröffentlicht: Donnerstag, 27.06.2019 04:56
Deshalb gilt: befallene Gebiete komplett meiden und in Eichenwäldern rundrum einpacken. Denn die Härchen der fiesen, kleinen Raupe fliegen schnell mehrere hundert Meter weit und können böse juckende Pusteln auslösen. Der erste Weg danach führt dann schnell in die Apotheke, die für die Salben und Tabletten dagegen quasi gerade Dauerbestellungen aufgeben. Das hat uns Pia Beckmann aus der Löverick Apotheke in Bocholt gesagt. "Wir haben natürlich einiges, aber wir müssen auch viel bestellen. Wir werden viermal am Tag mit Ware beliefert, sodass auch immer was nachkommt. Teilweise verschreiben die Ärzte was, teilweise geben sie Empfehlungen für Tabeletten oder eine Creme, die äußerlich aufgertragen wird. Aber wir haben genügend da." Eigentlich verpuppen sich die Raupen gerade und man könnte meinen, die Gefahr sei vorbei. Ist sie aber nicht. Die Härchen in den Nestern können noch über Jahre aktiv sein. Wie viel Arbeit die Raupe macht, zeigt auch die aktuelle Stellungnahme unserer Bürgermeister. Sie hoffen auf Verständnis für lange Wartezeiten, sagen aber auch, dass die Bekämpfung so umfangreich ist, dass die wichtigsten Stellen zuerst abgearbeitet werden müssen.