
Castor-Transport verschoben
In der kommenden Nacht (19./20.05.26) wird kein Castor-Transport von Jülich nach Ahaus rollen. Das hat die Polizei Münster bestätigt. Anti-Atomkraft-Initiativen rechnen nun damit, dass der Transport am Mittwoch stattfinden könnte - und halten an ihren Protesten in Jülich und Ahaus fest.
Veröffentlicht: Dienstag, 19.05.2026 11:53
Polizei bestätigt Verschiebung
Der für heute Abend erwartete Castor-Transport ist kurzfristig verschoben worden. Nach Angaben der Polizei Münster wird in der kommenden Nacht kein Transport von Jülich ins Zwischenlager nach Ahaus stattfinden. Aus dem Kreis der Atomkraftgegner hieß es, der Transport solle nun voraussichtlich in der Nacht auf Donnerstag (20./21.05.26) stattfinden. Demnach könnten dann erstmals zwei Castor-Behälter mit speziell ausgerüsteten Schwertransportern nach Ahaus gebracht werden. Insgesamt sollen 152 Castor-Behälter mit abgebrannten Brennelementen aus einem ehemaligen Forschungsreaktor in Jülich bis auf weiteres in Ahaus gelagert werden.
Proteste sollen weitergehen
Die Anti-Atomkraft-Initiativen wollen ihre für heute (19.05.26) geplanten Protestaktionen trotz der Verschiebung stattfinden lassen. In Jülich ist ab 18 Uhr eine Mahnwache vor dem Forschungszentrum angekündigt. In Ahaus soll ab 18.30 Uhr eine Fahrraddemonstration vom Bahnhof über die Castor-Strecke bis zum Zwischenlager und zur A31 führen. Außerdem ist ab 19 Uhr eine Mahnwache an der Kreuzung Schorlemer Straße/Schumacher-Ring geplant. Für Mittwoch kündigten die Initiativen zudem weitere spontane Mahnwachen in Jülich und Ahaus an. Als mögliche Gründe für die kurzfristige Verschiebung nannten sie technische Probleme oder Personalmangel bei der Polizei. Eine offizielle Begründung dafür ist nicht bekannt.