
Stadt Ahaus hatte bereits vor Jahren geklagt
Zum Auftakt hält die Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" gemeinsam mit weiteren Aktionsbündnisse eine Mahnwache ab. Mit Transparenten wollen die Atommüll-Gegner auf die Gefahren des Transports und der Einlagerung aufmerksam machen. Das Zwischenlager in Ahaus bietet nach ihren Angaben keine sichere Lagerungsmöglichkeit für den hochradioaktiven Atommüll aus Jülich. Das OVG entscheidet allerdings nur über die Rechtmäßigkeit einer Einlagerungsgenehmigung des zuständigen Bundesamts für kerntechnische Entsorgungsicherheit. Die Stadt Ahaus hatte schon 2017 dagegen geklagt. Eine Transport-Genehmigung für den Atommüll steht bislang dagegen weiterhin aus. Vor dem Oberverwaltungsgericht sind zwei mündliche Verhandlungstage angesetzt, heute und morgen. In Ahaus lagern seit den neunziger Jahren inzwischen 329 Castoren mit hochradioaktiven Abfällen. Gleichzeitig werden in dem Zwischenlager schwach- und mittelradioaktive Abfälle aufbewahrt, die auf eine Endlagerung warten.