
Bocholt will Haushaltssicherungskonzept verhindern
Der Stadt Bocholt könnten in den kommenden Jahren finanzielle Probleme drohen. Nach aktueller Planung reicht die sogenannte Ausgleichsrücklage wohl nur noch bis 2028. Ab 2029 müsste die Stadt dann an eine weitere finanzielle Reserve gehen - die allgemeine Rücklage.
Veröffentlicht: Mittwoch, 22.07.2026 14:40
Rücklagen könnten ab 2029 kritisch werden
Die Stadt plant ihre Finanzen derzeit bis zum Jahr 2030. Klar ist dabei schon jetzt: Wenn Bocholt weiterhin mehr Geld ausgibt als einnimmt, werden die vorhandenen Rücklagen nach und nach aufgebraucht. Zunächst kann die Stadt Defizite noch über die Ausgleichsrücklage abfedern. Diese dürfte nach aktueller Einschätzung aber schon 2028 erschöpft sein. Danach müsste Bocholt auf die allgemeine Rücklage zurückgreifen.
Wann ein Haushaltssicherungskonzept droht
Genau dieser Schritt gilt als kritisch. Denn wenn die allgemeine Rücklage zu schnell schrumpft, wäre ein Haushaltssicherungskonzept nötig. In diesem Fall müsste die Stadt beim Sparen deutlich strengere Vorgaben einhalten. Für Bocholt sind deshalb vor allem die Jahre ab 2029 entscheidend. Dann wird sich zeigen, ob die Stadt ihre Finanzlage noch selbst steuern kann oder ob weitergehende Sparmaßnahmen notwendig werden.
Stadt setzt auf Effizienz statt Kahlschlag
Um das zu verhindern, will die Stadtverwaltung nach eigenen Angaben bewusster mit Geld umgehen. Dabei soll aber nicht einfach in einzelnen Bereichen radikal gekürzt werden. Stattdessen setzt Bocholt auf mehr Effizienz, klare Standards und strengere Prüfungen bei Ausgaben und Investitionen. Ziel ist es, Einsparungen möglichst ohne einen Kahlschlag in einzelnen Bereichen zu erreichen.
Sparpotenziale werden aktuell geprüft
Zurzeit prüft die Verwaltung außerdem, wo kurzfristig noch Einsparungen möglich sind. Jedes einzelne Budget werde dabei genauer unter die Lupe genommen. Konkrete Sparvorschläge will die Stadtkämmerin dem Rat noch vor dem nächsten Haushaltsplan vorlegen. Damit soll möglichst früh gegengesteuert werden, bevor sich die finanzielle Lage weiter verschärft.