
Black Friday: Angebote genau prüfen
Viele von uns sind im Black Friday Fieber. Egal, ob vor Ort oder auch online. Es wirkt so, als ließe sich enorm viel sparen. Dabei ist das oft gar nicht so sagt die Verbraucherzentrale hier bei uns im Kreis Borken.
Veröffentlicht: Donnerstag, 25.11.2021 05:03
Mondpreise
Die Händler setzen ihre unverbindliche Preisempfehlung meistens so hoch an, dass sie inzwischen sogar als Mondpreise in Verruf geraten sind. Die tatsächliche Ersparnis liegt dann oft nicht wie angegeben bei 50 sondern unter 20 Prozent.
Tipps, wie Ihr entspannt Schnäppchen jagen könnt
- ·Rabatte prüfen
Viele der fantastischen Sparpreise beruhen auf einem Vergleich mit
den unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller (UVP). Tatsäch-
lich kassiert jedoch kaum ein Händler die als Mondpreise in Verruf ge-
kommenen UVP. Stichproben der Verbraucherzentrale NRW in den
vergangenen Jahren offenbarten: Durchschnittlich lagen die Preisredu-
zierungen an solchen Rabatttagen statt versprochener 50 Prozent oder
mehr in Wirklichkeit bei unter 20 Prozent. Wer ein Auge auf ein ganz
bestimmtes Produkt geworfen hat, sollte schon im Verlauf des Jahres
die Preise im Blick haben. Denn wer den Ursprungspreis kennt, kann
Fake-Rabatte gut durchschauen.
- ·Preise vergleichen
Mit ablaufenden Balken, die angeblich die kleiner werdenden Lagerbe-
stände anzeigen, oder tickenden Uhren, die das Ende der Rabatt-Akti-
on ankündigen, versuchen Online-Shops ihre Kundschaft unter Druck
zu setzen. Verbraucher:innen sollten sich von solchen Tricks jedoch
nicht aus der Ruhe bringen lassen. Oft gibt es dasselbe oder ein ver-
gleichbares Produkt auch bei einem anderen Anbieter, womöglich so-
gar zu einem günstigeren Preis. Daher ist es ratsam, Preise bei ver-
schiedenen Shops mithilfe von Preissuchmaschinen zu vergleichen.
Erst wenn sich ein Sonderangebot mit Suchen in zwei Preissuchma-
schinen nicht unterbieten lässt, kann sich der Klick auf den Kaufen-But-
ton mit großer Sicherheit lohnen.
·Spuren im Netz verwischen
Die meisten Online-Shops ändern ihre Preise ständig. Welche Ware zu
welchem Preis angezeigt wird, hängt teils von der Tageszeit, aber auch
vom Surfverhalten der Käufer:innen, ihrem Wohnort oder ihrem ver-
wendeten Endgerät ab. Es empfiehlt sich daher, möglichst anonym im
Netz zu shoppen, indem Cookies regelmäßig gelöscht werden, der In-
kognito-Modus im Browser aktiviert wird und die IP-Adresse verborgen
wird.
- ·Vorsicht vor Fake-Shops
Gerade an großen Rabatt-Tagen, wenn viele Händler mit Schnäppchen
werben, steigt die Gefahr, in eine Betrugsfalle zu tappen. Fake-Shops
sind auf den ersten Blick schwer zu erkennen. Teilweise sind sie Kopi-
en real existierender Websites. Daher gilt: Als bevorzugte Bezahlme-
thode sollte Rechnung oder Lastschrift gewählt werden. Wenn nur per
Vorkasse bezahlt werden kann, ist Vorsicht geboten. Nach geleisteter
Vorauszahlung wird nicht selten minderwertige Ware verschickt, mitun-
ter wird das Produkt auch gar nicht geliefert.
- ·Widerrufsrecht nutzen
Falls die Stornierung bei einem Händler nicht klappen sollte und das
Produkt doch nicht so günstig war wie gedacht, bleibt der Widerruf.
Dieser ist bei einem Onlinekauf in der Regel ohne Angabe von Grün-
den bis zu 14 Tage nach Lieferung des Produkts gestattet. Allerdings
kann es sein, dass dafür Rücksendekosten anfallen. Die jeweiligen
Vorgaben eines Händlers sollten daher vor dem Kauf geprüft werden.