
In einem Brief an die Pfarreiräte und Kirchenvorstände unterstreicht der Bischof von Münster Felix Genn noch einmal die Nulltoleranz des Bistums in Sachen sexueller Missbrauch durch Geistliche. Es sei ihm wichtig, die Fälle von unabhängigen Experten aufarbeiten zu lassen und er möchte auch innerhalb der Kirchenstruktur etwas zu verändern, damit so etwas nicht mehr passieren kann. So müsse die Macht in der Kirche neu verteilt werden, meint Genn. Er sei als Bischof dazu bereit, auch seinerseits Macht abzugeben und sich beispielsweise auch einem kirchlichen Gericht unterzuordnen. Dem Brief an die Kirchengemeinden ist ein Flyer beigelegt, mit Ansprechpartnern für Betroffene und Angehörige. Außerdem werden darin Fragen zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs beantwortet.