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Belegte Turnhallen im Kreis bleiben Ausnahme
© Stadt Ahaus
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Belegte Turnhallen im Kreis bleiben Ausnahme

Unsere Städte und Gemeinden ächzen unter der großen Zahl an Flüchtlingen, die untergebracht werden muss. Trotzdem bleiben belegte Turnhallen im Westmünsterland bisher die Ausnahme, heißt es aus den Rathäusern.

Veröffentlicht: Mittwoch, 26.10.2022 05:07

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Turnhallen oft letzte Lösung

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Die Stadt Borken sieht sich noch ganz gut aufgestellt, vor allem weil das Gästehaus in Burlo allein 100 Plätze bietet und die Stadt Glück hatte, verschiedene, größere Gebäude zu besitzen, die jetzt umgerüstet wurden. Turnhallen mit Flüchtlingen zu belegen sei nicht geplant. Trotzdem werde natürlich weiter nach Gebäuden und Wohnungen gesucht. In Gronau sind inzwischen 480 ukrainische Flüchtlinge untergekommen, damit ist die Zahl im Vergleich zu Mitte September noch mal um mehr als 40 gestiegen. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt habe sich verschärft, heisst es, deshalb werden gerade auch an der ehemaligen Pestalozzischule Wohncontainer aufgestellt. Das geht aus einer Vorlage für den Rat heute Abend (26.10.) hervor. Und Ahaus sieht sich bereits am Rande seiner Kapazitäten. Bis Ende des Jahres werde es eng, berichtet die Stadt. Sie hat bereits in der Sporthalle im Vestert knapp 60 Kriegsflüchtlinge untergebracht. Weitere Turnhallen seien aber bisher nicht im Gespräch. Die Stadt Gronau hat aktuell alle Notunterkünfte, also private Wohnungen und Containern ausgeschöpft. Sie ist im engen Gespräch mit dem Kreis, um die Kreissporthalle in Gronau für weitere 100-120 Flüchtlinge Mitte/Ende Dezember fertig zu machen. Essen und Sicherheit sind da zum Beispiel Themen, die gerade organisiert werden.

Der Stadt ist bewusst, dass darunter sowohl Vereins- als auch Schulsportangebote leiden und versucht andere Lösungen zu finden. Sie glaubt, dass es keine weiteren Sporthallen zur Unterbringung von Flüchtlingen in Gronau mehr braucht, aber muss auf die Zuweisungen der Regierung reagieren.

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