Apotheken werden immer weniger

Der Apothekerverband Westfalen-Lippe macht sich Sorgen. Denn in Zukunft werden wir hier im Kreis Borken nicht mehr genügend Apotheken vor Ort haben, sagt er.

Der Demografische Wandel beinflusst die örtlichen Apotheken negativ

Wir alle sind aufgefordert, darüber nachzudenken, was wir wollen. Schnelle Bestellungen per Post, oder doch lieber Beratung vor Ort? Jetzt in der Coronakrise ist vielen bewusst geworden, wie wichtig zum Beispiel Apotheken in unmittelbarer Nähe sind. Doch die sterben langsam aus, wenn wir so weiter machen, sagt der Apothekerverband.

Fast jeder fünfte Apotheker hier bei uns ist schon jetzt über 60 Jahre alt oder älter. Nachfolger sind oft nicht in Sicht, weil es kaum Studiengänge gibt. Deshalb fordert der Verband auch an der Uni Bielefeld einen anzubieten, denn dort wird gerade eine medizinische Fakultät aufgebaut. Aber nicht nur das. Die Politik müsse es den jungen Apothekern leicht machen sich selbständig zu machen, und auch die uneingeschränkte Preisbindung für verschreibungspflichtige Medikamente müsse wieder her, heisst es. Der Apothekerverband geht davon aus, dass schon in 20 Jahren 500 Apotheker hier bei uns fehlen werden, weil dann jeder Dritte hier bei uns 60 Jahre und älter sein wird.

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