
Ahaus will keine Modellkommune mehr werden
Die Stadt Ahaus sollte Modellkommune in Sachen Corona-Lockerungen werden. Doch bisher ist es nicht dazu gekommen, weil die Inzidenz zu hoch war. Nun zieht sich Ahaus ganz aus dem NRW-Projekt zurück, das hat die Stadt mitgeteilt.
Veröffentlicht: Freitag, 07.05.2021 12:53
Für den Rückzug gibt es mehrere Gründe
Es gibt nicht einen sondern mehrere Gründe für den Rückzug: Erstens hätte die Stadt Ahaus ihr Konzept nicht so umsetzen können, wie geplant. Sie wollte die komplette Innenstadt mit Einzelhandel und Gastronomie als klar umgrenzte Zone einrichten, die nur mit einem negativen Testergebnis oder einem Nachweis über Impfung oder Genesung betreten werden dürfte. Dabei sollte die chayns-App zum Zug kommen. Das Land wollte zusätzlich zum digitalen Ansatz aber z.B. noch Kontrolleure an den Eingängen zur Fußgängerzone. Zweitens für einen Start als Modellkommune müsste auch der Inzidenzwert in den Niederlanden unter 200 liegen. Er liegt aktuell aber bei fast 300 und es wurden in den Niederlanden Beschränkungen aufgehoben. Und drittens sinken die Infektionszahlen in Deutschland. Das ziehe Lockerungen für Einzelhandel und Außengastronomie nach sich und mache eine Modellzone unattraktiv, heißt es aus Ahaus.