
Ahaus: Sperrungen wegen Castortransporte
Die Vorbereitungen für die möglichen Castortransporte von Jülich nach Ahaus gehen weiter. Ab dem 13. Januar 2025 wird in Ahaus der Tobit-Kreisel für den Atommülltransport umgebaut. Damit wird bereits der zweite Kreisverkehr im Stadtgebiet für den möglichen Castortransport vorbereitet. Das hat uns die Stadt Ahaus mitgeteilt.
Veröffentlicht: Montag, 13.01.2025 05:12
Widerstand gegen Castortransporte
Für die Umbauarbeiten ist aber nicht die Stadt verantwortlich. Und darüber ist sie wahrscheinlich auch ganz froh. Denn die Stadt hatte zuletzt noch gegen die Einlagerung von den 152 Castorbehältern im Zwischenlager geklagt. Das Oberverwaltungsgericht Münster hat die Klage aber abgewiesen, zum Ärger der Stadt und der hiesigen Atomkraftgegner. Die zeigen ihren Widerstand regelmäßig mit Demonstrationen und Mahnwachen. Anfang Dezember 2024 protestierten sie z.B. im Bereich Heeker Straße, Nordring und Schumacherring, als dort der erste Kreisverkehr umgebaut wurde.
Keine Genehmigung für Transport
Für den Transport vom Forschungsreaktor in Jülich zum Ahauser Zwischenlager gibt es immer noch keine Genehmigung. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung will aber in diesem Jahr eine Entscheidung dazu fällen. Es ist also möglich, dass noch in diesem Jahr Castortransporte von Jülich nach Ahaus stattfinden. Falls dem so ist, werden sie wahrscheinlich von Protestzügen der Atomkraftgegner begleitet.