Verkehrschaos im Westmünsterland?!

Unseren Landwirten hier im Westmünsterland reicht es. Mit rund 1000 Trecker sind sie Dienstagmorgen (22.10.) nach Bonn aufgebrochen, um dort zu demonstrieren.

420 Schlepper sind hier bei uns aus dem Kreis Borken am Dienstagmorgen (22.10.) gegen 4.30 Uhr Richtung Bonn losgefahren. Insgesamt, zusammen mit den Schleppern aus dem Emsland und dem Osnabrücker Raum sind es wohl rund 1000 Trecker gewesen. Das sorgte natürlich auch für Chaos auf den Straßen. In Münster fand eine Parallelveranstaltung zu Bonn statt, für alle Landwirte, die es aus betrieblichen Gründen nicht nach Bonn schaffen.

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Hintergründe des Bauern-Protestes

Mit dabei auf dem Weg nach Bonn ist auch Ansgar Tubes, einer der Sprecher Landwirte hier in der Region.

"Wir wollen uns gemeinsam an einen Tisch setzen, gemeinsam mit dem Umweltministerium, mit dem Landwirtschaftsministerium, namentlich Frau Schulze und Frau Klöckner und dann wollen wir mal Fakten auf den Tisch bringen, dass es so nicht mehr weitergehen kann."

Viele Bauern hier bei uns haben keine Lust mehr, weil sie inzwischen von allen Seiten angefeindet werden, sagt Tubes. Es gäbe ein regelrechtes "Bauern-Bashing". "Wir haben das Gefühl, dass wir Landwirte der Buhmann für sämtliche Fehler hier in Deutschland und Europa sind. Beispielsweise bei der Klima-Diskussion, werden wir für Sachen verantwortlich gemacht, woran wir nicht unschuldig sind, aber alles auf die Landwirtschaft abzuwälzen, das geht einen deutlichen Schritt zu weit." Die Landwirte wehren sich also und fahren Dienstagmorgen nach Bonn, um ihrem Ärger Luft zu machen.

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Eindrücke von vor Ort

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Westmünsterländer Landwirte protestieren

Das ungefilterte Interview, den RADIO WMW Directors Cut, mit Ansgar Tubes findet Ihr hier.

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