Kreispolizei startet Aktion "Geisterradler"

An der Hälfte der Unfälle im Westmünsterland sind Radfahrer oder Pedelec-Fahrer beteiligt

Fahren auf der falschen Seite ist eine häufige Ursache für Unfälle mit Radfahrern oder Pedelec-Fahrern. Die Polizei bringt jetzt an besonders gefährlichen Stellen oder da wo zuletzt schwere Unfälle passiert sind Piktogramme auf. Mit Hilfe einer Schablone wird mit leuchtend gelber Sprühkreide ein Radfahrer aufgesprüht - und dazu der Text "Falsche Seite". Das soll Radler darauf aufmerksam machen, dass sie an der Stelle nicht weiter fahren sollen, weil sie sich sonst selbst und auch andere gefährden.



Radfahrer behalten auch auf der falschen Seite Vorfahrt

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Zwar behalten Radfahrer auch auf der falschen Seite die Vorfahrt zum Beispiel bei einem abbiegenden Auto. Aber was nutzt es, dass ich im Recht bin, wenn ich schwer verletzt im Krankenhaus liege. Außerdem gibt es inzwischen auch Gerichtsurteile, die Radfahrern in solchen Fällen zumindest eine Teilschuld zusprechen. Und das hat dann auch Auswirkungen auf den Versicherungsschutz.

Polizei baut auf Prävention - aber nicht nur

Die Polizei hat außerdem angekündigt, dass sie nicht nur weiter vorbeugend tätig sein wird. Verstöße sollen auch strenger geahndet werden.

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Warum gibt es bei uns im Westmünsterland so viele Unfälle mit Radfahrern?

Mit knapp 350 Unfällen in der ersten Jahreshälfte, an der Radfahrer oder Pedelec-Fahrer beteiligt sind, nimmt der Kreis Borken im negativen Sinne eine Spitzenposition ein. Die Erklärung dafür ist allerdings auch einfach: nirgends sind so viele Radfahrer unterwegs wie bei uns im Westmünsterland. Und seit Beginn der Corona-Pandemie hat sich der Trend noch verstärkt. Bei vielen ist der Urlaub ins Wasser gefallen. Für das dadurch gesparte Geld haben sich viele ein Pedelec angeschafft, um damit in unserem schönen Kreis unterwegs zu sein.


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