Diskussion im Westmünsterland: Präsenzunterricht in Schulen - ja oder nein?

Ist Präsenzunterricht in der Schule gerade richtig oder nicht? Darüber diskutieren auch viele Eltern im Westmünsterland.

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Politik hält an Präsenzunterricht fest

Das NRW-Schulministerium hält daran fest. Der Präsenzunterricht in offenen Schulen sei für die geistige, soziale und persönliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen von höchster Bedeutung, sagt Schulministerin Yvonne Gebauer. Und: Eine erste Studie zum Thema hat ergeben, dass sich die Lernzeit der Schüler im Homeschooling im Schnitt halbiert hat. Auch das Kreisgesundheitsamt Borken spricht sich klar FÜR Präsenzunterricht aus.

Einige Eltern sind für Homeschooling oder geteilten Unterricht

Viele Eltern können die Argumente für den Präsenzunterricht nachvollziehen, aber einige wünschen sich etwas adneres. So wie Bettina aus Borken, die eine Tochter in der 1. Klasse hat. Neben der Gesundheit der Kinder wird, ihrer Meinung nach, auch noch ein ganz anderer Aspekt zu wenig beachtet: Mamas und Papas, die Risikopatienten sind. Sie wünscht sich mehr Flexibilität von den Politikern. Zum Beispiel könnten die Klassen aufgeteilt werden oder alle Kinder, deren Eltern Homeschooling möglich machen können, zuhause bleiben. Das würde mehr Abstand in den Klassen ermöglichen und für mehr Sicherheit sorgen, sagt sie.

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Auch einige Schulen offen für geteilte Klassen

Nicht nur einige Eltern diskutieren über Homeschooling und geteilte Klassen, auch Schulen denken über diese Möglichkeiten nach. Unter anderem in Solingen sollte so ein Versuch starten. Das hat das NRW-Schulministerium verboten. Auch für die Jodocus-Nünning-Gesamtschule in Borken wären geteilte Klassen eine gute Lösung, findet Schulleiter Carsten Kühn.

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